Segeltipps für Anfänger und Wiedereinsteiger

Da hat man mal irgendwann den Segelschein gemacht, aber wie ging das noch gleich? Die Jolle liegt am Steg doch wie nun weiter?

Als erstes stellt man  fest woher der Wind so kommt. Denn unser Segelboot muss mit dem Bug im Wind liegen bevor wir die Segel setzen. Liegen wir in einer Luvbox das heisst der Wind kommt von Achtern oder von der Seite müssen wir das Segelboot zu einem Takelpfahl verholen. Wichtig: Erst jetzt werden die Segel angeschlagen. Denn hätten wir die Segel schon in der Box angeschlagen würde der Wind sie auch erfasst haben und wir müssten mehr Energie beim paddeln aufbringen. Merke: Segler sind faul! Also ein wenig Schwert geben und ab zum Takelpfahl gepaddelt. Wir haben nasse Füsse, ja Mist. Warum? Als wir an Bord gegangen sind haben wir vergessen die Lenzer zu schliessen. Seit Paul Elvström den Selbstlenzer erfunden hat passiert das immer wieder. Lenzer werden beim verlassen des Bootes oder wenn während der Fahrt Wasser überkommt geöffnet so das das Wasser über die Lenzer wieder ablaufen kann. Vergisst man aber beim betreten des Bootes die Lenzer  zu schliessen taucht das Boot durch das jetzt höhere Gewicht tiefer ein und so gibt es eben nasse Füsse. Wir liegen nun also mit unserem Segelboot am Takelpfahl, haben nasse Füsse und die Lenzer sind geschlossen.

Nun können die Segel gesetzt werden. Wir beginnen mit dem Großsegel. Das Großsegel wird in die Nut am Mast eingeführt und sodann am Fall hochgezogen. Nicht vergessen Lose in die Großschot zu geben sonst können wir das Segel nicht richtig durchsetzen und beginnen sofort zu fahren… Nun ist die Fock an der Reihe, der Hals wird mit einem Bändsel oder einem Schäkel am Bugbeschlag befestigt, die Stagreiter am Vorstag eingehängt, die Schoten aussen um die Wanten herum durch den Holepunkt geführt und der Holepunkt auf die Größe der Fock justiert. Nun kann es losgehen. Wir fieren  Schwert und Ruderblatt, der Steuermann gibt das Kommando zum backhalten der Fock, die Jolle dreht aus dem Wind – Schoten dicht und ab dafür : )

Wir wollen von Mardorf nach Steinhude, der Wind kommt aus Süd wir müssen Aufkreuzen. Wir ermitteln für den eingeschlagenen Kurs die beste Segelstellung in dem wir Lose in die Fockschot geben bis an der Fock in der Nähe des Vorstags ein Gegenbauch entsteht. Holen die Schot nun gerade so dicht das dieser Gegenbauch  verschwindet. Das wiederholen wir Sinngemäß für das Großsegel.

Irgendwann kommt der Landfall, wir wollen anlegen… Liegt unser Liegeplatz in Lee – kein Problem wir segeln einen  in die Box oder an einen Achterpfahl. Liegt unser Liegeplatz in Luv kommt das Anlegen unter Topp und Takel ins Spiel. In Luv des Liegeplatzes wird ein Aufschiesser gefahren, das Großsegel geborgen und nur mit der Fock segeln wir in die Box. Ob wir die Fock dichtholen, einfach killen lasssen oder ganz bergen ist von der Windstärke abhängig. Nicht vergessen dürfen wir die Achterleinen bereit zu halten um unser Segelboot an den Achterphählen abstoppen zu können. Alternativ, wenn die Festmacher an Land geblieben sind , können wir einen Palstek in die Großschot stecken und den Palstek über einen Achterpfahl legen um so das Boot zu bremsen.

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6 Kommentare

  1. Schoni

    Johoo, danke für die guten Tips !!!
    Ich wollte morgen (16.6.13) nach langen Jahren endlich mal wieder ins Segelboot.
    Ich denke in Anbetracht meiner Gewichtsklasse und der Gutmütigkeit des Bootes, werde ich mir eine Galleon ausleihen, Deine Tips mir nochmals vorher verinnerlichen.
    Eigentlich isses ja wie Fahrrad fahren. Hat man das Segeln einmal gelernt, verlernt man es nicht mehr, zumindest das Grundprinzip. Aber wollen wir trotzdem hoffen, dass ich morgen keine allzu peinlichen An- und Ablegemanöver mache, Aye….

  2. hat doch gut geklappt!
    lg hans

  3. Der Text gefällt mir gut 🙂
    mir geht es aber auch so, nach mehreren Jahrzehnten würde ich gern Segeln trainieren.. und habe fast alles verlernt, bestimmt..
    als ehemaliger Mardorfer und fast 30 Jahre im Alten Land wohne, möchte ich ein paar Tage Segeln wieder erlernen..

    wer wird mir helfen bei Euch kurzfristig?

  4. Hallo Hans,
    Also würde ich am Dienstag ankommen und am Donnerstag wieder nach Hause fahren. Wenn das Wetter nicht gut ist, könnte ich einige Schulkameraden besuchen.
    Hast du einen Tipp zur Übernachtung? (Seehotel?)

    Wärest du der Segellehrer? oder mit wem muss ich die Buchnung vornehmen?

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